📅 Chronik der Ereignisse · Die Eroberung von Plassans
| Kapitel | Zeitraum | Ereignis |
|---|---|---|
| Kapitel 1 | September 1858 | Die Familie Mouret sitzt auf der Terrasse. François Mouret vermietet den zweiten Stock an Abbé Faujas. Der Abbé steht unerwartet vor der Tür. |
| Kapitel 2 | September 1858 | Abbé Faujas und seine Mutter ziehen ein. Die Wohnung ist unmöbliert. Die Familie belauscht die neuen Mieter. Der Abbé steht nachts am Fenster und streckt die Arme über die Stadt. |
| Kapitel 3 | September 1858 | Mouret bespitzelt die Faujas. Die alte Faujas bezahlt die Miete im Voraus. Mourets Tochter und die Köchin scheitern als Spione. Mouret folgt dem Abbé in dessen Wohnung. |
| Kapitel 4 | September 1858 | Mouret betritt die karge Wohnung. Beim Gespräch über die Nachbarn verrät Mouret alle politischen Verhältnisse der Stadt, ohne selbst etwas zu erfahren. |
| Kapitel 5 | Herbst 1858 | Félicité Rougon besucht die Mourets und zeigt Interesse am Abbé. Onkel Macquart warnt: "Kutten bringen kein Glück ins Haus!" Mouret erfährt, dass Faujas die Einladung der Rougons angenommen hat. Er schickt Martha zum Donnerstagsabend. |
| Kapitel 6 | Winter 1858 | Faujas' erster Auftritt im Salon der Rougons: Er wird gedemütigt und verleumdet. Félicité schickt ihn mit Martha nach Hause und flüstert: "Trachten Sie, den Frauen zu gefallen, wenn Sie Plassans erobern wollen." |
| Kapitel 7 | Dezember 1858 – Februar 1859 | Mouret nimmt den Abbé gegen die Stadt in Schutz. Die Mourets laden die Faujas regelmäßig ein. Der Abbé erfährt alle Details über Marthas Leben. Martha übernimmt die Leitung eines Bewahranstalts für verwahrloste Mädchen. |
| Kapitel 8 | Februar – März 1859 | Martha gründet das "Werk der heiligen Jungfrau". Die Damen der Stadt machen mit, der Bürgermeister unterstützt den Abbé. Faujas hat eine feste Partei in Plassans und wird öffentlich geachtet. |
| Kapitel 9 | April – Mai 1859 | Martha verfällt der Frömmigkeit, beichtet bei Abbé Bourrette und erregt Aufsehen. Mouret wird verbittert. Das Haus verkommt. Martha und der Abbé nähern sich an, während Mouret daneben einschläft. |
| Kapitel 10 | September 1859 | Das Werk wird eingeweiht. Die Trouches (Schwester und Schwager des Abbés) ziehen ein. Mouret schickt seinen Sohn Octave nach Marseille. Die Trouches belauern die Familie von den Fenstern aus. |
| Kapitel 11 | Herbst 1859 | Faujas wird durch Intrigen gegen Fenil zum Pfarrer von Saint-Saturnin ernannt. Sein triumphaler Auftritt im Salon der Rougons im prächtigen Talar. Mouret spotten: "Die Pfaffen fressen sich untereinander auf." |
| Kapitel 12 | Sommer 1860 | Faujas gründet den "Jugendklub" als politisches Instrument. Er öffnet die Gartentür, die Nachbarn dringen ein. Mourets Garten wird zum Durchgangsort; er murmelt: "Jetzt sind sie in meinem Hause." |
| Kapitel 13 | Herbst 1860 | Serge Mouret entscheidet sich für den Priesterberuf. Mouret zieht sich zurück. Die Trouches erpressen Martha und ziehen in Serbes Zimmer. Mourets Haus ist verloren. |
| Kapitel 14 | Sommer 1861 | Bei einer Ballspiel-Partie versöhnen sich die verfeindeten Lager. Faujas wird der verbindende Mittelpunkt der Stadt. Mouret versteckt sich vor den Gästen in seinem Haus. |
| Kapitel 15 | Sommer – Herbst 1861 | Martha wird zänkisch und zwingt Mouret zur Herausgabe des Geldschlüssels. Olympia plündert sie systematisch aus. Madame Paloque wird von der alten Faujas brutal abgewiesen. Der Abbé fürchtet den Skandal: "Die keuschen Menschen sind allein die Starken." |
| Kapitel 16 | Winter 1861 – Sommer 1862 | Desirée wird fortgeschickt. Die Faujas ziehen ins Erdgeschoss, Mouret wird an den Rand gedrängt. Er sitzt stumm in seinem Büro. Der Garten wird zum gesellschaftlichen Treffpunkt. Rosa und Madame Faujas beobachten Mouret durchs Schlüsselloch. |
| Kapitel 17 | Sommer 1862 – Frühling 1863 | Martha besucht Onkel Macquart und wird mit der Angst vor dem Wahnsinn konfrontiert. Sie verfällt in ekstatische Frömmigkeit. Martha fügt sich nachts selbst Verletzungen zu und beschuldigt Mouret. Rosa, Frau Faujas und Olympia verbreiten die Geschichte. Ganz Plassans hält Mouret für einen brutalen Wahnsinnigen. Mouret zieht sich sprachlos in sein Büro zurück. |
| Kapitel 18 | Sommer 1863 | Mouret wird auf seinem Sonntagsspaziergang öffentlich gedemütigt und verhöhnt. Die ganze Stadt ist überzeugt, dass er verrückt ist. Trouche besorgt ein ärztliches Gutachten. Martha verletzt sich erneut. Mouret wird nach Tulettes eingeliefert. Martha unterwirft sich dem Abbé Faujas. |
| Kapitel 19 | Herbst 1863 | Mouret sitzt in Tulettes, während Martha unter Faujas' Einfluss steht. Félicité Rougon und die Trouches übernehmen die Kontrolle über das Haus. Martha verfällt in Apathie und wird von allen verlassen. |
| Kapitel 20 | Herbst – Winter 1863 | Der Bischof Rousselot erfährt, dass Faujas im Auftrag der Regierung handelt. Faujas orchestriert die Wahlen: Delangre wird mit 33.000 Stimmen gewählt. Die Lager versöhnen sich. Faujas ist unumschränkter Herr von Plassans. Martha sitzt einsam im Speisezimmer. |
| Kapitel 21 | Vorfrühling 1864 | Martha verfällt in tiefe psychische Krisen. Die Trouches übernehmen das Haus vollständig. Martha gesteht dem Abbé ihre Liebe. Faujas weist sie mit brutaler Verachtung zurück. Martha flüstert: "François wird zurückkehren; François jagt alle hinaus." |
| Kapitel 22 | Vorfrühling 1864 | Martha reist nach Tulettes, um Mouret zu besuchen. Mouret empfängt sie ruhig, dann bricht er in einen fürchterlichen Anfall aus. Martha erkennt sich selbst in ihm. Die Trouches sperren sie aus dem Haus. Martha liegt im Sterben im Haus ihrer Mutter. |
| Kapitel 23 | Vorfrühling 1864 | Mouret entkommt aus Tulettes und kehrt nach Plassans zurück. Er hört die Trouches spotten und zündet das Haus an. Das Haus brennt nieder, die Faujas und die Trouches kommen um. Martha stirbt im Feuerschein des Brandes, der durch das Fenster leuchtet. Die Gesellschaft von Plassans sieht tatenlos zu. |
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